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Dienstag, 18. Februar 2014

18.02.2014 - Winkelzüge

Vergangene Woche war ja Verhandlung. Diese endete mit einem Freispruch. Den hat unser liebster Innenarchitekt einem glücklichen Umstand und (wahrscheinlich) seinem findigen Anwalt zu verdanken. Was war passiert, dass Recht und Gerechtigkeit mal wieder keine Kongruenz aufwiesen?
Im September 2011 haben wir uns nach anfangs noch freundlich geführten Verhandlungen auf ein Angebot geeinigt, das mehrere Positionen enthielt, z. B. für das Anlegen der Wände und das Parkett im OG. Da wir in diesem Angebot auf der Baustelle zusammen mit dem jetzt freigesprochenen ehemaligen Angeklagten mehrfach Änderungen vorgenommen hatten, baten wir um Übersendung einer "Reinschrift". Die kam dann ewig nicht bei. Bis Mitte Oktober. Dann musste alles wieder schnell gehen, weil die Arbeiten im Haus fortgesetzt werden sollten. In diesem Angebot war dann auf einmal Malervlies ohne Aufpreis angeboten. Dafür Parkett mit Aufpreis. Auch noch geschickt umgemodelt von drei Einzelpositionen auf einen Gesamtposten. Und auch mal schnell 600 Euro teurer als vorher. Also habe ich diesen Posten auf den alten Wert korrigiert und das Angebot unterschrieben zurück geschickt. 
Und das war mein Fehler! Dadurch ist es nämlich nicht zustande gekommen und der Delinquent war freizusprechen!

Also, liebe Leser und Bauherren, was lernen wir daraus?
a) nachrechnen lohnt sich nicht immer
b) sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und 
c) auf eine formal saubere Abwicklung bestehen.
Ich hatte die Giba sogar noch in einer Mail auf "das Versehen" hingewiesen. Das blieb aber ohne Reaktion.
Der Maler, der als Zeuge geladen war, brauchte gar nicht mehr zu erzählen, was er alles wusste.

Letztlich ist es schade, dass sich so viele Bauherren so viel gefallen lassen. Das öffnet der Methode Tür und Tor und der nächste muss sich nicht wundern, wenn auch er über den Löffel gezogen wird.

Was die Insolvenz der Giba betrifft haben wir neulich einen (anderen) Handwerker getroffen, der zur Zeit gar nicht gut aussieht. Ihn drückt eine sechsstellige Summe, die er zu bekommen gehabt hätte, wenn seine Arbeit korrekt bezahlt worden wäre. Man darf gespannt sein, was da noch alles kommt...

Samstag, 1. Februar 2014

01.02.2014 - Prozess II

Am 11.02.14 sind wir als Zeugen zu einem Betrugsprozess geladen. Beschuldigt ist der ehemalige Geschäftsführer der Giba Planen und Gestalten.
Das Verfahren geht auf eine Strafanzeige zurück, die ich im April 2012 bei der Staatsanwaltschaft Mainz erstattet hatte. 
Langjährige Leser können sich noch erinnern, wie dieses unerfreuliche Kapitel begann, wenn sie folgenden Link bemühen: Schuster bleib bei deinen Hürden 
Etwas später habe ich dann nochmal über meinen "Lieblingsarchitekten" berichtet: 
Grüße zum Valentinstag

Der Anzeige haben sich entsprechende Ermittlungen angeschlossen. Weil alles nur "ein Versehen" war, wollte die Staatsanwaltschaft schon einstellen. Deshalb hatte ich nochmal nachgelegt und mitgeteilt, dass es einen Handwerker gibt, der bestätigen könne, dass der inzwischen Angeklagte auch bei anderen Kunden diese Masche probiert hätte. Auf unserem letzten Straßenfest hat mir der eine oder andere Nachbar dann auch Gleichlautendes erzählt.
Vom Handwerker weiß ich, dass er dazu vernommen wurde. Dies und die weiteren Ermittlungen dürften dann dazu geführt haben, dass es einen "hinreichenden Tatverdacht" gibt, der Voraussetzung für die Anklage vor Gericht ist.
Ich werde dann berichten, wie es gelaufen ist.

In der Zwischenzeit ging die Mängelbeseitigung weiter. Der Elektriker war wieder da und hat zwei Schaltungen in Ordnung gebracht, die nicht richtig funktionierten. Auf der Suche nach der Ursache, warum eine Doppelsteckdose stromlos war, sind wir fündig geworden, der Bilddokumentation sei Dank. Statt zwei haben wir jetzt vier funktionierende Steckdosen, weil die Profis vom Elektriker S. aus W. nicht mehr wussten, wo sie überall Kabel versteckt hatten.

Samstag, 14. Dezember 2013

14.12.2013 - Ende mit Giba

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Bekannte, liebe Blogger,


seit längerem gab es Mutmaßungen und Gerüchte, jetzt ist es amtlich:

Az.: 280 IN 268/13  In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der GIBA Wohnungsbau GmbH, Groß-Gerauer-Straße 8, 55130 Mainz (AG Mainz, HRB 8188), vertr. d.: Thomas Müller, Groß-Gerauer-Straße 8, 55130 Mainz, (Geschäftsführer) ist am 12.12.2013 um 07.30 h gegen die Antragstellerin die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragstellerin angeordnet worden. Verfügungen der Antragstellerin  sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Petereit, GF 48, Kaiserstraße 24a, D 55116 Mainz, Tel.: 06131/626080, Fax: 06131/6260813 bestellt worden. Maßnahmen der Zwangsvollstreckung wurden gem. § 21 Abs. 2 Nr. 3 lnsO untersagt, bereits eingeleitete Maßnahmen werden eingestellt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind

Amtsgericht Mainz, 12.12.2013 


Ende mit Giba!

Mittwoch, 27. November 2013

27.11.2013 - Lampenbingo

Nach einem tollen Urlaub und dem deshalb unbemerkten Überschreiten der 30.000er Marke (Danke für die Treue) melde ich mich zurück. 
Auch wenn es derzeit so aussieht, als ob ich bald nicht mehr viel über die Giba und ihren "genialen" Geschäftsführer berichten könnte.
Aber der Reihe nach!

Um ganzjährig Grillen zu können, aber auch Wäsche zum Lüften oder Trocknen raushängen zu können, ohne dass sie nass wird, wenn es mal regnet, haben wir uns eine kleine Pergola hinter dem Haus bauen lassen.

Auf Empfehlung kamen wir zur Firma Degreif aus Stadecken-Elsheim. 
Das war eine gute Wahl!!! 
Top Beratung, top Planung und top Ausführung. Alles hat Hand und Fuß, die Männer haben sauber und professionell gearbeitet. Da gibt es nix zu meckern, einen positiven Eintrag im Blog und einen Abschlag, bevor die Rechnung kommt.

Damit wir den Platz in der Garage besser nutzen können, hat uns Herr Degreif auch einen Zwischenboden eingebaut, auf dem jetzt allerlei Zeug lagert.

Wir sind super zufrieden und können diesen Betrieb vorbehaltlos weiterempfehlen.

Aber es gibt noch mehr prima Handwerker. Zumindest, wenn man sie sich selbst aussuchen kann und nicht auf internationale Spezialisten angewiesen ist, die man aus Laubenheim geschickt bekommt.
Thema Elektrik: Da kam der glorreiche Herr M. ja auf die Idee, die noch glorreichere Firma S. aus W. zu engagieren. Die hinterließen bei uns eine Menge Schrott und weil Herr S. dann auch noch Geld haben wollte, für das er keine Leistung erbracht hatte, war der Ofen aus, sprich die Geschäftsbeziehung beendet, bevor er richtig fertig war. 
Deshalb nahmen wir Kontakt zum Elektromeister Haus aus Gau-Algesheim auf, der noch ein paar Schalter, Bewegungsmelder und Lampen montieren sollte.
Auch hier hat der Monteur Herr Kling super Arbeit abgeliefert. Nett, kompetent, sauber, also rundum fachmännisch! 
Er hat auch die Ursache für das Lampenbingo bei der Wegbeleuchtung gefunden. 
Sie erinnern sich: nachts ist nicht jede Lampe gleich, mal brennt sie, mal brennt sie nicht, meistens brennt sie nicht. 
Einmal haben sie alle gebrannt - einmal!
Ursache dürfte sein, dass die Elektrobuben von Meister S. aus W. die Kabel in nicht isolierten Verteilerdosen zusammen gezwirbelt haben, wo sie dann vom Außen-Ali, (der sich auch nicht mehr meldet, obwohl er von der Bauherrin im Lauf der Zeit mindestens 279 Tassen Kaffee eingeschenkt und von uns jede Menge Euros für ein Mäuerchen bekommen hat), professionös mit Fertigzement zu netten krummen Sockeln ausgegossen wurden.



Die Kosten, diesen Giba-Schrott in Ordnung zu bringen dürften vierstellig liegen. Dazu müssen alle Sockel (bis auf meinen selbstgegossenen) 

Beim Bau des Stellplatzes musste eine Lampe verlegt werden.
Wer denkt, die Giba hätte sie neu montiert, liegt falsch.
Deshalb hat der Gibauherr Eigenleistung erbracht.
raus, die Verkabelung geprüft und dann neue Fundamente gegossen werden. Arbeit für das nächste Frühjahr. (Wenn uns die Sicherung im Winter nicht rausfliegt, weil die Anschlüsse in den Lampen nicht isoliert sind!)
Da ich nicht weiß, ob dann in Laubenheim die Sicherungen auch schon rausgeflogen sind, haben wir gut daran getan, nicht alles zu bezahlen, um von dem zurückbehaltenen Geld noch immer nicht behobene Mängel in Ordnung bringen zu können.

Bei der Lampenmontage im Treppenhaus kam noch weiterer Pfusch zum Vorschein. 


Aufgrund des Lichteinfalls sieht man jetzt (vor Ort, nicht auf dem Bild), wie schlecht verputzt und tapeziert worden ist. Überall Krater und Dellen. Hätten wir dieses Licht vor Einzug gehabt, hätte Herr M. den ganzen Murks gerade nochmal neu machen können. Dann hätten wir zwar noch länger mit dem Einzug warten müssen, bräuchten uns heute aber nicht jeden Tag über den Scheiß (Entschuldigung, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich das sonst bezeichnen sollte!) zu ärgern.

Apropos Bauzeit: Bekannte aus Namibia haben für den Bau ihres Hauses (eher schon ihrer Villa) nur sechs Monate gebraucht. Einzug ist jetzt am Wochenende. 
Da können sich manche Herrschaften eine Scheibe abschneiden.