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Mittwoch, 14. Mai 2014

14.05.2014 - Insolvenzverfahren eröffnet

Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich seit einem viertel Jahr nichts mehr gepostet habe, aber trotzdem 3.000 Klicks mehr auf dem Blog waren als zuvor.
Jetzt gibt es aber etwas Neues, was ich auf diesem Weg kommunizieren möchte, da die Info offensichtlich nur im Internet durch das AG Mainz veröffentlicht wurde:

Geschäfts-Nr.: 280 IN 268/13   
Am 30.04.2014 um 11:45 Uhr ist das Insolvenzverfahren eröffnet  worden über das Vermögen der GIBA Wohnungsbau GmbH, Groß-Gerauer-Straße 8, 55130 Mainz (AG Mainz, HRB 8188), vertr. d.: Thomas Müller, Groß-Gerauer-Straße 8, 55130 Mainz, (Geschäftsführer). Insolvenzverwalter ist: Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Petereit, GF 48, Kaiserstraße 24a, D 55116 Mainz, Tel.: 06131/626080, Fax: 06131/6260813.
...
Die Gläubiger werden aufgefordert:
a)  Insolvenzforderungen (§ 38 InsO) bei dem Insolvenzverwalter schriftlich und unter Beachtung des § 174 InsO anzumelden bis: 30.06.2014
b)  dem Insolvenzverwalter unverzüglich mitzuteilen, welche Sicherungsrechte sie an beweglichen Sachen oder an Rechten des Schuldners in Anspruch nehmen. Der Gegenstand, an dem das Sicherungsrecht beansprucht wird, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts, sowie die gesicherte Forderung sind zu bezeichnen. Wer die Mitteilung schuldhaft unterläßt oder verzögert, haftet für den daraus entstehenden Schaden (§ 28 Abs. 2 InsO).

Personen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert, nicht mehr an die Schuldnerin , sondern an den Insolvenzverwalter  zu leisten (§ 28 Abs. 3 InsO).
Vor dem Insolvenzgericht werden folgende Termine abgehalten:

1. am: Montag, 19.05.2014, 11:45 Uhr, Saal 75, Gebäude B, Ernst-Ludwig-Straße 7, (Eingang nur über Diether-von-Isenburg-Straße), 55116 Mainz eine Gläubigerversammlung zur
Beschlussfassung über die eventuelle Wahl eines anderen Insolvenzverwalters, über die Einsetzung eines Gläubigerausschusses, sowie gegebenenfalls die nachfolgend bezeichneten Gegenstände.....

2. am: Montag, 11.08.2014, 09:30 Uhr, Saal 75, Gebäude B, Ernst-Ludwig-Straße 7, (Eingang nur über Diether-von-Isenburg-Straße), 55116 Mainz eine Gläubigerversammlung, in der die angemeldeten Forderungen geprüft werden.

Hinweise:
Gläubiger, deren Forderungen festgestellt worden sind, werden nicht benachrichtigt.

Wer die Info komplett lesen möchte:

Besonders interessant ist der letzte Hinweis. Da man ja nicht unbedingt sicher sein kann, dass dem Insolvenzverwalter alle Gläubiger wirklich bekannt sind, kann eine Nachfrage nicht schaden!

Dienstag, 18. Februar 2014

18.02.2014 - Winkelzüge

Vergangene Woche war ja Verhandlung. Diese endete mit einem Freispruch. Den hat unser liebster Innenarchitekt einem glücklichen Umstand und (wahrscheinlich) seinem findigen Anwalt zu verdanken. Was war passiert, dass Recht und Gerechtigkeit mal wieder keine Kongruenz aufwiesen?
Im September 2011 haben wir uns nach anfangs noch freundlich geführten Verhandlungen auf ein Angebot geeinigt, das mehrere Positionen enthielt, z. B. für das Anlegen der Wände und das Parkett im OG. Da wir in diesem Angebot auf der Baustelle zusammen mit dem jetzt freigesprochenen ehemaligen Angeklagten mehrfach Änderungen vorgenommen hatten, baten wir um Übersendung einer "Reinschrift". Die kam dann ewig nicht bei. Bis Mitte Oktober. Dann musste alles wieder schnell gehen, weil die Arbeiten im Haus fortgesetzt werden sollten. In diesem Angebot war dann auf einmal Malervlies ohne Aufpreis angeboten. Dafür Parkett mit Aufpreis. Auch noch geschickt umgemodelt von drei Einzelpositionen auf einen Gesamtposten. Und auch mal schnell 600 Euro teurer als vorher. Also habe ich diesen Posten auf den alten Wert korrigiert und das Angebot unterschrieben zurück geschickt. 
Und das war mein Fehler! Dadurch ist es nämlich nicht zustande gekommen und der Delinquent war freizusprechen!

Also, liebe Leser und Bauherren, was lernen wir daraus?
a) nachrechnen lohnt sich nicht immer
b) sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und 
c) auf eine formal saubere Abwicklung bestehen.
Ich hatte die Giba sogar noch in einer Mail auf "das Versehen" hingewiesen. Das blieb aber ohne Reaktion.
Der Maler, der als Zeuge geladen war, brauchte gar nicht mehr zu erzählen, was er alles wusste.

Letztlich ist es schade, dass sich so viele Bauherren so viel gefallen lassen. Das öffnet der Methode Tür und Tor und der nächste muss sich nicht wundern, wenn auch er über den Löffel gezogen wird.

Was die Insolvenz der Giba betrifft haben wir neulich einen (anderen) Handwerker getroffen, der zur Zeit gar nicht gut aussieht. Ihn drückt eine sechsstellige Summe, die er zu bekommen gehabt hätte, wenn seine Arbeit korrekt bezahlt worden wäre. Man darf gespannt sein, was da noch alles kommt...

Samstag, 1. Februar 2014

01.02.2014 - Prozess II

Am 11.02.14 sind wir als Zeugen zu einem Betrugsprozess geladen. Beschuldigt ist der ehemalige Geschäftsführer der Giba Planen und Gestalten.
Das Verfahren geht auf eine Strafanzeige zurück, die ich im April 2012 bei der Staatsanwaltschaft Mainz erstattet hatte. 
Langjährige Leser können sich noch erinnern, wie dieses unerfreuliche Kapitel begann, wenn sie folgenden Link bemühen: Schuster bleib bei deinen Hürden 
Etwas später habe ich dann nochmal über meinen "Lieblingsarchitekten" berichtet: 
Grüße zum Valentinstag

Der Anzeige haben sich entsprechende Ermittlungen angeschlossen. Weil alles nur "ein Versehen" war, wollte die Staatsanwaltschaft schon einstellen. Deshalb hatte ich nochmal nachgelegt und mitgeteilt, dass es einen Handwerker gibt, der bestätigen könne, dass der inzwischen Angeklagte auch bei anderen Kunden diese Masche probiert hätte. Auf unserem letzten Straßenfest hat mir der eine oder andere Nachbar dann auch Gleichlautendes erzählt.
Vom Handwerker weiß ich, dass er dazu vernommen wurde. Dies und die weiteren Ermittlungen dürften dann dazu geführt haben, dass es einen "hinreichenden Tatverdacht" gibt, der Voraussetzung für die Anklage vor Gericht ist.
Ich werde dann berichten, wie es gelaufen ist.

In der Zwischenzeit ging die Mängelbeseitigung weiter. Der Elektriker war wieder da und hat zwei Schaltungen in Ordnung gebracht, die nicht richtig funktionierten. Auf der Suche nach der Ursache, warum eine Doppelsteckdose stromlos war, sind wir fündig geworden, der Bilddokumentation sei Dank. Statt zwei haben wir jetzt vier funktionierende Steckdosen, weil die Profis vom Elektriker S. aus W. nicht mehr wussten, wo sie überall Kabel versteckt hatten.

Samstag, 14. Dezember 2013

14.12.2013 - Ende mit Giba

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Bekannte, liebe Blogger,


seit längerem gab es Mutmaßungen und Gerüchte, jetzt ist es amtlich:

Az.: 280 IN 268/13  In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der GIBA Wohnungsbau GmbH, Groß-Gerauer-Straße 8, 55130 Mainz (AG Mainz, HRB 8188), vertr. d.: Thomas Müller, Groß-Gerauer-Straße 8, 55130 Mainz, (Geschäftsführer) ist am 12.12.2013 um 07.30 h gegen die Antragstellerin die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragstellerin angeordnet worden. Verfügungen der Antragstellerin  sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Petereit, GF 48, Kaiserstraße 24a, D 55116 Mainz, Tel.: 06131/626080, Fax: 06131/6260813 bestellt worden. Maßnahmen der Zwangsvollstreckung wurden gem. § 21 Abs. 2 Nr. 3 lnsO untersagt, bereits eingeleitete Maßnahmen werden eingestellt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind

Amtsgericht Mainz, 12.12.2013 


Ende mit Giba!